Black Panther


Der Film Black Panther wurde als ein großer kommerzieller Erfolg, aber auch als ein empowernder Film für Schwarze Menschen gefeiert. Black Panther soll sogar die Figur mit den stärksten Superkräften aller US-amerikanischen Superhelden sein.

Die Schwarze Aktivistin Aretha Schwarzbach-Apithy hat am 6.4. und 7.4.2019 dazu eingeladen, gemeinsam das Empowerment im Film zu suchen, um es zu reflektieren.

Erst ging es um eine Revue US-amerikanischer Superhelden und eine Revue Schwarzer Superhelden. Typische Stereotype des Superhelden-Genres wurden reflektiert und auf die lange Tradition Schwarzer Superhelden verwiesen, die teilweise in den Stereotypen ihrer Zeit gefangen waren, teilweise aber auch überraschend kritisch sein konnten.

Schließlich wurden Szenen des Black Panther-Films gemeinsam angesehen und in Kleingruppen diskutiert, welche Gefühle der Film uns vermittelt. Im Plenum wurde kritisch diskutiert, welches Weltbild Black Panther vermittelt.

Auffallend war, dass die Rezeption des Films durch die teilnehmenden Schwarzen Afrikaner weitaus kritischer und weniger enthusiastisch war als die Rezeption des Films durch Schwarze US-Amerikaner in der Öffentlichkeit. Viele merkten an, dass dieser Superhelden-Film für sie nicht so einen bedeutsamen Einschnitt in der Filmtradition repräsentiere, da ihr eigener Filmkonsum auch viele afrikanische Filme miteinbeziehe. Black Panther Films sei vielmehr eine Besonderheit in der US-amerikanischen Filmszene, allerdings nicht in der afrikanischen.

Außerdem sei der Kontext, in dem Black Panther verhaftet sei, dennoch sehr US-amerikanisch geprägt, angefangen beim Marvel-Superhelden-Universum, aus dem einige US-amerikanische Helden auch in diesem Film auftraten, bis hin zu T’Challa, der in den USA aufwuchs. Ebenso wurde sehr kritisch angemerkt, dass der US-amerikanische Geheimdienstler ohne weitere Vorbehalte in das geheime Reich eingeführt und ihm alle Superwaffen und Staatsgeheimnisse offen gelegt wurden, was den Teilnehmenden sehr fragwürdig erschien.