(Maga)Zine Werkstatt mit Judith Baumgärtner

Schon Mal überlegt, was mit den selbst geschreineben Texten gemacht werden kann? Hier ist eine Möglichkeit:

Zines sind selbstgestaltete, selbstpublizierte Hefte (eng. magazines), die sich kreativ mit Themen beschäftigen, welche von der Mehrheitsgesellschaft oft nicht wahrgenommen werden. In diesem Sinne können sie gerade innerhalb von BIPoC-Communities zu einem wichtigen Mittel werden, sich auszudrücken, zu empowern und zu vernetzen.
Wir werden in diesem zweitägigen Workshop als erstes verschiedene Zineformate kennenlernen und dann auch selbst aktiv werden: uns Themen überlegen, gemeinsam Texte schreiben und schließlich eigene Zines gestalten. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt- von Collage, Zeichnung, Fotografie, Kritzelei oder Kartoffeldruck bis zum verwenden eurer Lieblingszitate, handschriftlich oder getippt- ist alles erlaubt, um eure Themen sichtbar und eure Texte fühlbar zu machen.
Am Ende des Workshops werden wir überlegen, was für euch Wege sein können, eure Zines für andere Menschen zugänglich zu machen. Wer soll eure Zines lesen dürfen, in welchem Kontext kann ein Zine-Austausch möglich werden?

Judith Baumgärtner ist eine in Köln lebende Pädagogin, Poetin und angehende Kunsttherapeutin. Sie schreibt und macht viele andere heilsame kreative Dinge. Geschichten, Collagen, Bilder, Gedichte, Leises, Lautes und Un_realistisches, über Themen die sie beschäftigen. Das heißt manchmal Kämpfe gegen verschiedene gesellschaftliche Diskriminierungsformen, aber vor allem interessieren sie die Geschichten, die sich innerhalb der Community ereignen, Empowerment, innere Prozesse von Verletzung, Heilung und Überleben. Ihre Perspektive ist Schwarz, queer und feministisch.
2018 veröffentlichte sie zwei Zines: Hemmungslosigkeiten, einen Mix aus Spoken Word-Text, Collage und Shortstory, sowie sobre.viver/über.leben, in welchem sie in Form kurzer und langer Gedichte afrodiasporische Erfahrungen thematisiert. Im Sommer 2019 entdeckte sie das Format der Minizines für sich und veröffentlichte zwei englischsprachige Zines, die sich mit Themen zur psychischen Gesundheit und Selfcare beschäftigen. Zudem nahm sie an dem Buchprojekt „Haymatlos“ teil, einer Community-Publikation, die im Winter 2019 im assemblage-Verlag erschien, und trat bei verschiedenen PoC-Bühnen als Spoken Word-Künstlerin auf.
Hier einige veröffentlichte Arbeiten: etsy.com/de/shop/blackunrealities

Organisatorisches:

Es wird genug Bastel- und Schreibmaterial geben, falls ihr aber etwas bestimmtes habt, was nicht fehlen darf, bringt das gerne mit. Falls ihr mit Collage arbeiten möchtet, sammelt gern schon mal alte Zeitschriften und bringt diese mit! Auch bereits geschriebene Texte sind sehr willkommen!

Der Workshop findet im Safer Space statt und richtet sich demnach an Schwarze Menschen, People of Color, Juden_Jüdinnen, Sinte_zza, Romn_ja, Asiatische Deutsche, Migrant_innen und andere Menschen, die in Deutschland Rassismus- und/oder Antisemitismuserfahrungen machen.

Vorerfahrung ist nicht nötig.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Die Räumlichkeiten sind barrierefrei.
Eine Kinderbetreuung kann bei Bedarf organisiert werden.

Richtet eure Anmeldung bis zum 22.11.2019 an folgende E-Mail-Adresse: m.kono-patel@vkii-ruhrbezirk.de