Zur Seite Stehen

Zur Seite stehen

Zur Seite StehenEin Integrationsprojekt für Flüchtlinge

Die Hauptzielgruppe umfasst die Flüchtlinge. Zurzeit erreichen wir Menschen aus afrikanischen Ländern. Die meisten sind alleinerziehende Frauen mit mehreren Kindern. Seit einiger Zeit nutzen auch Menschen aus Nah-Ost- und Asien sowie aus  Ost-Europa einige unserer Angebote.

Das Projekt „Zur Seite Stehen“ wird in Kooperation mit AFRIDO durchgeführt.

Das Netzwerk der Afrikaner in Dortmund und Umgebung (AFRIDO) hat sich bereits vor sechs Jahren die Vertretung, Koordinierung, Beratung und Begleitung der Eigeninitiative der in Dortmund lebenden Bürger mit afrikanischem Hintergrund zur Aufgabe gemacht. In diesem Zusammenhang gibt es seit der letzten Kommunalwahl eine gewählte kommunale Vertretung im Integrationsrat der Stadt Dortmund, welche in anderen kommunalen Gremien die Integrationspolitik der Stadt Dortmund unterstützt. Das Netzwerk brachte so bereits mehrere Organisationen, Vereine, Kirchengemeinden, städtische Einrichtungen (Jugendamt, Gesundheitsamt und MIA-DO), sowie das kommunale Integrationszentrum Dortmund (MIA-DO-KI) zu unterschiedlichen gemeinsamen Projekten zusammen.
AFRIDO fungiert seit zwei Jahre als gewählte und anerkannte Vertretung der afrikanischen Community der Region um Dortmund und weiteren staatlichen und anderen Institutionen. In 2015 gewann AFRIDO den zweiten Platz bei dem Städtischen Integrationspreis. Unsere jährlichen interkulturellen Veranstaltungen ermöglichen den Dialog zwischen der  deutschen und zugewanderten Bevölkerung.

Unsere Aktivitäten finden in einem interkulturellen Rahmen statt, auf deutsch, geprägt von Toleranz und fern von Extremismus. Diesen Erfolg wollen wir mit unseren neuen Bürgern besonderes aus Afrika, die kaum oder gar keine Ahnung von der deutschen Leitkultur besitzen, weitertragen.

Die Menschen bringen kulturelle Prägungen mit. Das können Eigenschaften aus ihrer Erziehung, Sprache, Essen, Werte, Religion etc…sein. Im Rahmen dieses Projekts werden folgende Ziele verfolgt:

•    jungen unbegleiteten Flüchtlingen die Möglichkeit zu bieten, ihre Begabungen zu entdecken und sich frei mit anderen jugendlichen auszutauschen.
•    Ihnen zu ermöglichen eine eigene stabile Persönlichkeit zu entwickeln und zu lernen, ihr Leben selbst zu gestalten.
•    einen selbstbewussten Umgang mit der eigenen Identität entwickeln zu können.
•    Beratung und Unterstützung bei Behördenangelegenheiten
•    Seminare und Workshops über die deutsche Leitkultur für alle Altersstufen
•    Gemeinsame interkulturelle Veranstaltungen organisieren
•    Enger Kontakt und regelmäßige Gespräche mit Vorbildern
•    Unterstützung für minderjährige Flüchtlingskinder und Jugendliche. Einerseits liegt die Aufmerksamkeit direkt bei der Verwirklichung besserer Bildungschancen, andererseits soll aber auch den Migranten-Gemeinschaften die Bedeutung von Bildung und Werten in der deutschen Gesellschaft nahe gebracht werden. In diesem Sinn bietet das Projekt einen ganzheitlichen Ansatz, so dass neben dem schulischen Aspekt großer Wert auf das soziale Verhalten der Kinder gelegt wird.

Alle Bildungs- und Integrationsangebote die wir anbieten können jedoch nur greifen, wenn die Flüchtlinge explizit informiert werden und schnell erreichbar sind. Themen wie Erziehungs- und Gesundheitsangelegenheiten, eine neue Lebensperspektive ergreifen sowie die Wichtigkeit eigener Bildung und die der Kinder werden hervorgehoben. Dabei sollen die Kinder durch Freizeitaktivitäten die deutsche Kultur besser kennenlernen.

Erfolgreiche Integration ist ein laufender Prozess der Jahre dauern wird. Daher möchten wir die bereits begonnenen Integrationsangebote weiter umsetzen, um die Chancen der Kinder und Jugendlichen zu verbessern sowie neue Lebensperspektiven für die Eltern zu eröffnen.

In Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Organisationen aus verschieden Nationen wollen wir diese Herausforderung gemeinsam meistern.

Wir bedanken uns für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit AFRIDO und Computer Center AG

Kevin Ndeme-Nguba Matuke

Merlin Tambea

Björn Hansen