Gesundheitsvorsorge und Versicherungsmöglichkeiten

Krankenversicherung

Gesundheitsvorsorge und Versicherungsmöglichkeitenfür Mitglieder und Geflüchtete

Diese Konferenz (als entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit) bringt MigrantInnen (Flüchtlinge, Berufstätige, Unternehmer, Wissenschaftler) aus unterschiedlichen Bereichen zusammen, sowie VKII-Mitglieder- und SympathisantInnen. Erstes Ziel ist es, zu informieren und damit zu helfen, für sich eine gute Entscheidung über Versicherungen; insbesondere Krankenversorgungen und Lebensversicherungen in Dortmund (bzw. Deutschland) zu treffen. Zweites Ziel ist es, die Situation des Versicherungssystems im Heimatland zu schildern und Lösungsansätze vorzuschlagen, damit dieses System leistungsfähiger wird und besser zur Armutsbekämpfung, Wohlsein und Dämpfung von Fluchtursachen beiträgt.

Angesichts der großen Migrationswelle von Flüchtlingen aus Afrika und den Ländern aus dem Nahen Osten, die Deutschland bzw. Europa (vor allem in den letzten 2 Jahren) erlebt hat, ist das Thema Versicherungen (insbesondere im Bereich Gesundheitsvorsorge, Haftpflichtversicherungen usw.) für die betroffenen Flüchtlinge von großer Bedeutung. In mehreren Fällen verfügen die neuen Ankömmlinge nicht über ausreichende Informationen bzw. Möglichkeiten, um auf Versicherungen zu kommen.
Für die Mitglieder der afrikanischen Diaspora, die sich immer besser in ihrem Gastland integrieren bzw. entwickeln, als Studierende und AkademikerInnen (IngenieurInnen, MedizinerInnen, DozentInnen usw.), sind die Rahmenbedingungen anders und durch die klaren gesetzlichen Richtlinien, die in Deutschland existieren, etwas besser. Nichts desto trotz spielt der Zugang zu optimalen Versicherungen für diese Menschen in ihrer neuen Heimat eine wichtige Rolle. Denn obwohl sie hier gut integriert sind, gut ausgebildet sind und auch oft gut bezahlte Jobs haben, sind diese Zugänge meist nicht so selbstverständlich offen und klar für sie. Für diese MigrantInnen müssen neben Krankenversicherungen auch Altersvorsorgen, sowie Risiko- und Lebensversicherungen eine große Rolle spielen, für die Fälle von Rückführungen des Leichnams in die Heimat (bei plötzlichem Ableben) und für den Altersruhestand in Deutschland.
Auf der anderen Seite wird die Problematik des Zugangs zu Versicherungen in den Heimatländern der MigrantInnen, insbesondere im Bereich der Gesundheitsvorsorge, thematisiert. Für die meisten MigrantInnen (Flüchtlinge, BildungsmigrantInnen oder AkademikerInnen usw.), insbesondere aus Afrika, basiert deren Unwissenheit über Versicherungsangebote in Deutschland aus der Tatsache her, dass Sie über solche Angebote in ihren Heimatländern nicht verfügen.  Ihnen fehlt diese Kultur der Vorsorge weil sie solche Systeme in deren Herkunftsländern nicht kennen.

Diese Konferenz wird sich mit den Bedürfnissen, Herausforderungen und Chancen für die MigrantInnen in Dortmund, dem Versicherungsschutz in Deutschland und in ihrer alten Heimat auseinandersetzen.
Wir setzen uns bei der geplanten Veranstaltung die folgenden Ziele:
– die TeilnehmerInnen über Versicherungspakete (für Flüchtlinge, Studierende und AkademikerInnen) in Deutschland informieren
– die Situation und Probleme von Versicherungssystemen (insbesondere im Gesundheitssystem) in Asien und Afrika, südlich der Sahara (insbesondere in Kamerun), präsentieren und aufzeigen, welche Rolle sie bei der Armutsbekämpfung und bei den Fluchtursachen spielen.
– Verbesserungsvorschläge und Lösungsansätze für ein leistungsfähiges Versicherungssystem in Afrika und welche Rolle die afrikanische Diaspora dabei spielen könnte.

Wir sehen die Notwendigkeit MigrantInnen und Geflüchtete über das Thema zu informieren bzw. zu sensibilisieren, sowohl für ihre Integration in Dortmund als auch für die Entwicklung ihrer Heimatländer (als Teilbeitrag für das Erreichen der UNO-Nachhaltigkeitsziele).